Manuskriptprüfung
Ein Verlag bekommt mehr Manuskripte, als er lesen kann. Die Manuskriptprüfung sichtet sie vor – mit Empfehlung, begründeter Bewertung, Passung zu Ihren Programmlinien und Hinweisen, aus denen sich Lektoratsarbeit machen lässt.
Vorsortiert, begründet, nachvollziehbar.
Zwei Stufen, ein Datensatz
Der Kurzcheck urteilt über eine Textprobe und beantwortet die Frage, ob sich das Lesen lohnt. Das Vollgutachten verarbeitet den Gesamttext kapitelweise und baut denselben Datensatz aus – kein zweiter Lauf und keine zweite Wahrheit.
Passung zu Ihrem Programm
Ein Verlagsprofil beschreibt eine Programmlinie: Schwerpunkte, gesuchte und ausgeschlossene Themen, Zielgruppe, Stil, Umfangsrahmen, Tabus. Jedes Manuskript wird gegen alle aktiven Profile geprüft – das beste steht in der Liste.
Aus Hinweisen wird Lektoratsarbeit
Jeder Hinweis trägt Priorität, Kategorie, Fundstelle, Zitat und geschätzten Aufwand – und wird abgehakt oder verworfen. Ausgewählte Hinweise wandern samt vorbelegter Note in die interne Bewertung des Werks.
Ein Teil ist nachrechenbar
Das Stil-Röntgenbild entsteht ohne Modell: Vokabularreichtum, Satzlänge und ihre Varianz, Adjektiv-Adverb-Verhältnis, Wortwiederholungen, Füllwörter und Dialoganteil je Kapitel – bei gleichem Text immer gleich.
Die Vorstufe zur Entscheidung.
Die Prüfung hängt am Werk, nicht am Titel – dort lebt der Lektoratsprozess ohnehin: Art des Manuskripteingangs, Lektor, Beginn und Ende der Prüffrist, Rückporto, interne Bewertung. Der Reiter „KI-Prüfung“ sitzt in der Werk-Detailansicht und ist die maschinelle Vorstufe zu genau dem, was das Lektorat dort heute von Hand erfasst.
Der zweite Zugang ist die Einreichungsliste. Sie führt alle Prüfungen des Hauses mit Titel und Autor, Eingang, Lektor, Prüffrist, Status, Empfehlung, Gesamtwert, bestem Profil, Stufe, Umfang und Kosten. Vier Kennzahlen stehen darüber: offene Einreichungen und wie viele davon noch keinen Lektor haben, Prüfungen in Arbeit und wie viele davon Vollgutachten sind, Fristen in den nächsten sieben Tagen und was auf die Programmkonferenz wartet. Eine überschrittene Prüffrist steht rot in der Zeile. Ein Klick führt ins Werk, nicht in eine zweite Detailmaske – das Ergebnis hat genau einen Ort.
Eine Prüfung beginnt mit vier Angaben. Das Manuskript kommt als Datei herein – PDF, DOCX, DOC, RTF oder TXT, bis 200 MB – oder aus der Mediathek, wenn das Dokument am Werk schon liegt. Dann die Verlagsprofile, gegen die geprüft wird, mit dem Standardprofil vorbelegt. Dann der Umfang: Kurzcheck über eine Textprobe oder Vollgutachten über den Gesamttext, jeweils mit Klartext zu Grundlage, Dauer und geschätzten Kosten. Und schließlich Analysesprache und Zustimmung – ein Haken, auf dem der Name des Anbieters steht. Ohne Haken wird nichts übertragen und nichts gestartet. Vor dem Start nennt die Maske den erkannten Umfang in Wörtern und Kapiteln; die Kostenschätzung ändert sich mit jedem zusätzlichen Profil. Der Lauf arbeitet im Hintergrund mit Fortschritt und Schritt-Text, die Maske darf zu.
Das Ergebnis des Kurzchecks beginnt mit dem Empfehlungsband: Annehmen, Prüfen oder Ablehnen, ein Gesamtwert von 0 bis 100, die Begründung und der Satz, zu welchem Profil das Manuskript am besten passt. Darunter sieben Dimensionen – Hook und Einstieg, Stil, Lesereiz, Spannung, Figuren, Plausibilität und Programmpassung – als Sterne, Balken und Radar, jede aufklappbar mit „Was misst das?“ und der Begründung. Sechs Karten fassen Inhalt und Einstieg, Setting und Kontext, Formales, Zielgruppe und Markt, Qualität und Risiken sowie das Verkaufsargument zusammen, bis zum Pitch in sieben Wörtern. Die Spannungskurve läuft über den Manuskriptverlauf, mit Durchschnitt, Höchstwert und dem Anteil über der Sechs.
Das Vollgutachten ergänzt denselben Datensatz um fünf Bereiche. Entscheidung: Übersicht, Programmkonferenz-Vorlage und Langform-Gutachten. Inhalt und Dramaturgie: Zusammenfassungen in vier Längen – ein Satz, ein Absatz, eine Seite, kapitelweise –, Plot und Dramaturgie mit Story Arc und Struktur, die Figuren mit Rolle, Ziel, Konflikt, Wandlung und Auftritten, dazu eine Manuskript-Bibel mit Orten, Zeitleiste, Motiven, Begriffen und Kontinuitätsprüfung. Stil und Genre: Textauszüge mit Zitat und Erklärung, Lesereiz-Index, Kapitelanalysen, träge Passagen und Abbruchrisiken, dazu das Stil-Röntgenbild. Markt und Passung: die Rangliste der Profile, Leseniveau und Genre-Konventionen. Lektorat und Produktion: die Hinweise, der geschätzte Gesamtaufwand und die nächsten Schritte. Schlägt ein einzelner Analyseschritt fehl, sagt der betroffene Block das – die übrigen Werte bleiben stehen.
Die Passung ist dreistufig. Profile, die an der Sprache, am Umfangsrahmen oder an einem ausgeschlossenen Thema scheitern, werden ohne Modelllauf aussortiert und bleiben mit Begründung sichtbar – das ist bereits die halbe Absage. Die übrigen bekommen eine Grobpassung mit Wert und Kurzurteil, und wer es genauer wissen will, fordert die Feinpassung für ein einzelnes Profil an. Sie startet nie von selbst, weil sie das starke Modell kostet. Unter der Rangliste steht, wie viele Profile geprüft und wie viele ausgeschlossen wurden; nicht geprüfte Profile werden benannt statt weggelassen.
Die Lektoratshinweise sind der Teil, mit dem weitergearbeitet wird: eine Liste für Hinweise, Anpassungen, Stärken, Risiken und Sensibilitäten, sortiert nach Priorität von kritisch bis niedrig, je Eintrag mit Kategorie, Fundstelle, Zitat, Begründung, geschätztem Aufwand und Konfidenz. Jeder Eintrag wird abgehakt, verworfen oder wieder geöffnet, mit Person und Zeitpunkt. Über einen Dialog wandern Empfehlung, Passung, offene Hinweise, Stärken und Kennzahlen in die interne Bewertung des Werks – mit Note auf der bestehenden Skala von 1 bis 6, vorbelegt und frei änderbar, mit Quellenvermerk und Textvorschau. Danach ist der Text im Werk normale Lektoratsarbeit.
Mehrere Läufe stehen als Versionen nebeneinander: „Vollgutachten anfordern“ baut den vorhandenen Kurzcheck aus, „Erneut prüfen“ startet einen neuen Lauf, auch mit anderem Profil oder anderem Modell. In der Fußzeile jedes Ergebnisses stehen Modell, Prompt-Stand, Analysedatum und die Kosten des Laufs. Und jedes Dokument, das das Modul erzeugt, trägt denselben Satz: eine KI-gestützte Entscheidungshilfe, die keine Lektüre ersetzt.
Hier gehen fremde, unveröffentlichte Manuskripte an einen KI-Anbieter – deshalb drei Schranken hintereinander: die Freischaltung im Haus, die Freigabe mit Protokoll von Person und Zeitpunkt, und je Lauf ein Haken mit dem Anbieternamen im Klartext. Wer gar nichts hinausgeben will, betreibt ein Modell im eigenen Haus.Ein Anschluss, drei Wege
Die Prüfung in der Anwendung.



Alle Einreichungen in einer ListeTitel und Autor, Eingang, Lektor, Prüffrist, Status, Empfehlung, Gesamtwert und bestes Profil – darüber vier Kennzahlen, eine überschrittene Frist rot in der Zeile. Beispielansicht folgt.
Der Kurzcheck über eine TextprobeEmpfehlung, Gesamtwert und Begründung, dazu sieben Dimensionen als Sterne, Balken und Radar – jede aufklappbar mit der Begründung der KI. Beispielansicht folgt.
Das Vollgutachten über den GesamttextFünf Bereiche von der Entscheidung über Dramaturgie, Stil und Markt bis zu den Lektoratshinweisen – darunter das gerechnete Stil-Röntgenbild. Beispielansicht folgt.
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Demo vereinbarenWoher der Text kommt – und wohin er geht.
Die Manuskriptprüfung bringt keinen eigenen Modellzugang mit. Sie nimmt den Text aus Ihrer Ablage, schickt ihn an den Anbieter, den Sie im KI-Anschluss gewählt haben – auf Wunsch an ein Modell im eigenen Haus – und gibt das Ergebnis in Ihre Werke, Ihre Vorlagen und Ihre Dateien zurück.
Eingang – woher das Manuskript kommt
Was in die Prüfung hineingeht:
- Datei als PDF, DOCX, DOC, RTF oder TXT bis 200 MB → Umfang und Kapitel werden erkannt
- Vorhandenes Dokument des Werks aus der Mediathek → kein zweiter Upload, eine Ablage
- Lektor, Prüffrist und Manuskriptangaben aus dem Werk → Zuständigkeit und Frist stehen schon
- Ihre Verlagsprofile aus den Einstellungen → Passung gegen die eigenen Programmlinien
Ausgabe – was die Prüfung weitergibt
Was aus der Prüfung herauskommt:
- Gutachten als DOCX oder PDF → für die Akte, das Gespräch und die Antwort an den Autor
- Programmkonferenz-Vorlage mit Kernversprechen, Passung, Stärken und Risiken
- Sammeldokument über bis zu 50 Prüfungen mit Deckblatt und Vergleichstabelle
- Ausgewählte Hinweise und Note in die interne Bewertung des Werks → mit Quellenvermerk
Anbieter und Modell wählen Sie an einer Stelle für alle KI-Funktionen: Anthropic, OpenAI, OpenAI-kompatible Dienste, Hugging Face – oder ein Modell im eigenen Haus, dann verlässt kein Manuskript Ihr Netz. Für Sichtung und Vollgutachten dürfen es zwei verschiedene Modelle sein. Die Kosten jedes Laufs laufen in dasselbe Protokoll und dasselbe Monatsbudget wie jede andere KI-Funktion; die sieben Prompts der Prüfung liegen in der Promptbibliothek und lassen sich je Haus überschreiben.
Mehr zu den Schnittstellen
Detailübersicht: was in die Prüfung hineingeht und was sie an andere Stellen weitergibt.
Eingang – woher das Manuskript kommt
| Quelle | Was kommt herein | Nutzen in der Prüfung |
|---|---|---|
| Datei-Upload | PDF, DOCX, DOC, RTF, TXT bis 200 MB | Umfang, Kapitel und Textprobe werden erkannt |
| Mediathek (Medien/DAM) | Vorhandenes Dokument des Werks | Kein zweiter Upload, eine Ablage |
| Werk | Lektor, Prüffrist, Art des Manuskripteingangs | Zuständigkeit und Frist in der Einreichungsliste |
| Verlagsprofile (Einstellungen) | Programmlinien mit Themen, Zielgruppe, Umfangsrahmen, Tabus | Passung und begründeter Ausschluss |
| KI-Anschluss | Anbieter, Modell, verschlüsselte Zugangsdaten | Eine Anbieterwahl für alle KI-Funktionen |
| Promptbibliothek | Sieben Prompts der Prüfung, je Haus überschreibbar | Fachliche Ausrichtung ohne Programmierung |
Ausgabe – was die Prüfung weitergibt
| Zweck / Auslöser | Ziel | Was wird übergeben | Format |
|---|---|---|---|
| Gutachten ausgeben | Akte, Gespräch, Antwort an den Autor | Kurzcheck oder Vollgutachten samt Nachweiszeile | DOCX, PDF |
| Programmkonferenz | Sitzungsvorlage | Kernversprechen, Passung, Stärken, Risiken, Markt-Snapshot | DOCX, PDF |
| Sammelexport | Vergleich mehrerer Einreichungen | Bis 50 Prüfungen mit Deckblatt und Vergleichstabelle; Übersprungene werden gezählt | DOCX, PDF |
| Übernahme ins Lektorat | Interne Bewertung des Werks | Note 1–6, Empfehlung, Passung, offene Hinweise, Stärken, Kennzahlen | Text im Werk |
| Hinweise weitergeben | Autor, Lektorat, externe Gutachter | Angezeigte Hinweise mit Fundstelle und Zitat | Zwischenablage |
| Kostenerfassung | KI-Protokoll und Monatsbudget | Modell, Verbrauch und Kosten je Lauf | Verbrauchsanzeige |
Alle Funktionen der Manuskriptprüfung.
Die vollständige Liste finden Sie in unserer Broschüre
Oben sehen Sie einen Ausschnitt. Alle Funktionen dieses Moduls – und die aller anderen – haben wir in der open.junixx-Broschüre zusammengestellt. Wir schicken sie Ihnen gern zu, gedruckt oder als PDF. Und wenn Sie lieber zusehen als lesen: Wir zeigen Ihnen open.junixx auch live am Bildschirm.
Broschüre erhaltenBesonders stark bei diesen Verlagstypen.
Überall dort, wo mehr Manuskripte eingehen als gelesen werden können – und wo eine Absage so gut begründet sein muss wie eine Annahme.
Verbunden mit dem Verlags-Ökosystem
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